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1. Pokalrunde: Roter Stern Wehringhausen vs. Hagen United e.V. 10:9 nE (2:2)

10. Spieltag: Hagen United e.V. vs. Roter Stern Wehringhausen 2:1 (1:0)

Derby endet im Elfmeterschießen – United scheidet unglücklich aus

Die "Pöhler" gingen mit großer Überzeugung und dem klaren Ziel in die Partie, die nächste Runde zu erreichen. In der 5. Minute gab es bereits den ersten Treffer: Nach einer Klärungsaktion, bei der der Ball weit in die Hälfte von Roter Stern gespielt wurde, verschätzte sich der gegnerische Torhüter. Luca Leifels setzte entschlossen nach und konnte den Ball schließlich per Kopf zur frühen Führung ins Tor befördern. Nur sechs Minuten später folgte allerdings der Ausgleich, und dieser war aus Sicht von United besonders bitter. Eine Flanke der Gastgeber kam in die Mitte und landete vor den Füßen von Marcel „Schweizer“ Till. Beim Versuch, den Ball zu klären, traf er ihn unglücklich mit dem Außenrist und beförderte ihn ins eigene Tor. United ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und blieb offensiv aktiv. In der 28. Minute war es erneut Leifels, der nach einem starken Zuspiel von Carlos Felipe Gajardo Cortés zur Stelle war und den Ball zum 1:2 über die Linie drücken konnte. Im weiteren Verlauf wurde die Partie zunehmend hitziger. Es folgten mehrere Verwarnungen, wobei insbesondere die Situationen rund um den Torhüter von Wehringhausen für Diskussionen sorgten. Nach einem Foul erhielt der Torhüter zunächst eine gelbe Karte, nachdem er sich lautstark über die Entscheidung beschwert hatte. Wenig später verließ er nach einer weiteren Verwarnung den Strafraum und beteiligte sich an einer Diskussion. United-Kapitän Jörg Philippen machte den Schiedsrichter mehrfach auf die Situation aufmerksam. Der bereits vorbelastete Torhüter wurde jedoch lediglich ermahnt und entging damit einem Platzverweis. Anschließend wurde die Begegnung noch intensiver. Eine gelbe Karte folgte auf die nächste, wobei die Verwarnungen überwiegend aufgrund härterer Fouls auf beiden Seiten ausgesprochen wurden und nicht wegen Unsportlichkeiten. Kurz vor der Halbzeit kam es schließlich zu einer umstrittenen Szene. In der 42. Minute entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß für die Hausherren. Bei einer Klärungsaktion von Timo Cassese wurde der Ball aus kurzer Distanz an die Hand gespielt, die sich dabei am Körper befand. Die Situation war schwer zu erkennen, dennoch fiel die Entscheidung auf Elfmeter. Wehringhausen nutzte die Gelegenheit und verwandelte sicher zum 2:2. United-Torhüter Jan Schober, der bis dahin eine gute Partie machte, hatte bei dem platzierten Strafstoß keine Chance.

In der Halbzeitpause forderte das Trainerduo Adnan Jogic und Maurice Nordhoff, sich körperlich dagegen zu halten und in den Zweikämpfen noch konsequenter zu agieren. Die zweite Hälfte blieb geprägt von einem intensiven, aber insgesamt fairen Derby. Beide Mannschaften lieferten sich viele harte Zweikämpfe und es gab auf beiden Seiten zahlreiche Fouls und Nickligkeiten. Tore sollten jedoch nicht mehr fallen. United hatte durchaus Möglichkeiten, die Partie zu entscheiden. Nach einer Ecke von Daniel Groda auf den zweiten Pfosten sprang Philippen hoch und köpfte den Ball mit großer Wucht aufs Tor. Der Torhüter von Roter Stern stand jedoch genau richtig und konnte den Kopfball parieren. Auch der Schuss von Philippen verfehlte anschließend das Tor. Aber auch die Gastgeber kamen noch zu der einen oder anderen Möglichkeit. Diese waren allerdings weniger gefährlich und wurden von Schober sicher entschärft. Nach dem Schlusspfiff stand es weiterhin 2:2 – die Entscheidung musste somit im Elfmeterschießen fallen.

Die ersten fünf Schützen beider Mannschaften verwandelten ihre Strafstöße souverän. Somit ging das Elfmeterschießen in die Verlängerung. Zuvor hatte Schober bereits Pech: Bei einem Elfmeter sprang der Ball unmittelbar vor ihm auf, prallte anschließend gegen seinen Bauch und von dort ins Tor. Beim insgesamt neunten Elfmeter fiel schließlich die Entscheidung. Almas Yosofi übernahm die Verantwortung, setzte den Ball jedoch über das Tor. Damit hatte Roter Stern das glücklichere Ende auf seiner Seite und zog in die nächste Pokalrunde ein, wo Westfalenligist SpVg Hagen 1911 wartet.

“Wir wollten unbedingt das Spiel gewinnen, auch wenn unser Fokus ganz klar auf der Liga liegt. Beide Mannschaften wollten den Sieg, was am Ende zu einem zerfahrenen Spiel geführt hat. Trotzdem haben wir ein super Spiel gemacht, jeden Zweikampf angenommen und am Ende leider im Elfmeterschießen verloren”, so Trainer Nordhoff zum bitteren Ausscheiden.

Philippen, der 2. Vorsitzende und Spieler, fasste die Partie anschließend wie folgt zusammen: „Heute lag das Glück sicherlich beim Roter Stern – alleine schon beim Gegentor und beim Elfmeter. Aber so ist manchmal Fußball. Gratulation zum Einzug in die nächste Pokalrunde.“

Torschütze: 0:1+1:2 Luca Leifels (5.+28. Minute)